CoinTracking FAQ

Die Fragen, die in der Community wirklich gestellt werden

77 Antworten auf die Probleme, die beim Arbeiten mit CoinTracking immer wieder auftauchen – vom kaputten Import über Warnungen im Steuerreport bis zu Futures, Staking und DeFi. Zusammengetragen aus der Praxis, nicht aus dem Handbuch.

Stand: Juli 2026 7 Themenbereiche Alle Angaben ohne Gewähr

Woher diese Fragen kommen

Grundlage ist die Auswertung der öffentlichen Telegram-Gruppe „CoinTracking (User to User Support)" über die letzten sechs Monate (Ende Januar bis Ende Juli 2026). Ich habe die wiederkehrenden Fragen gesammelt, gebündelt und die Lösungen zusammengefasst, die sich dort bewährt haben – ergänzt um das, was mir in der täglichen Arbeit mit CoinTracking-Accounts begegnet.

Es handelt sich um eine reine Nutzer-Gruppe. Weder sie noch ich stehen in einer Verbindung zu CoinTracking. Namen und Zitate einzelner Teilnehmer sind hier bewusst nicht aufgeführt.

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Hinweise auf dieser Seite geben Erfahrungswerte aus der Community und aus meiner Praxis wieder. Sie können durch Updates bei CoinTracking, geänderte Börsen-Schnittstellen oder neue Verwaltungsauffassungen jederzeit überholt sein.

Keine Steuerberatung. Ich biete ausschließlich die technische und vorbereitende Aufbereitung deiner Krypto-Daten an. Für verbindliche steuerliche Auskünfte wende dich bitte an einen qualifizierten Steuerberater.

Mit „*" gekennzeichnete Links führen direkt zur passenden Seite in CoinTracking und sind Affiliate-/Werbe-Links. Über sie bekommst du bis zu 15 % Rabatt auf die CoinTracking-Accountpreise.

Erste Schritte & Grundlagen

Die Fragen, die fast jeder stellt, wenn der Account das erste Mal ernst genommen wird.

Ich fange gerade erst an – muss ich wirklich alle Transaktionen erfassen oder nur die, mit denen ich Gewinn gemacht habe?

Alles. Und zwar lückenlos ab dem ersten Euro, der in Krypto geflossen ist. CoinTracking braucht zu jedem verkauften Coin die sogenannte Kaufbasis – Datum und Euro-Wert des ursprünglichen Kaufs. Diese Kette funktioniert nur, wenn sie durchgängig ist: EUR-Einzahlung → Trade EUR in Coin → jeder Transfer → jeder Folgetrade → Verkauf.

Wenn du nur die „Gewinnjahre" erfasst, meldet dir der Steuerreport später hunderte Warnungen wegen fehlender Kostenbasis – und CoinTracking setzt die Anschaffungskosten im Zweifel auf 0 €. Das erhöht deine ausgewiesene Steuerlast künstlich.

Ausführlich im Blog: CoinTracking richtig einrichten

Warum meckert CoinTracking „Es wurde kein passender Kauf gefunden", obwohl ich doch vorher eingezahlt habe?

Weil eine Einzahlung für CoinTracking kein Kauf ist. Kommen z. B. USDT als Deposit an, weiß das Programm nicht, wann und zu welchem Preis du sie erworben hast. Werden diese USDT später gehandelt oder als Gebühr abgezogen, fehlt die Kostenbasis.

Die Lösung: Trag die vorgelagerte Kette nach – also die EUR-Einzahlung und den Trade EUR → USDT. Ist die Herkunft nicht mehr rekonstruierbar, hilft eine Einnahme-Transaktion, die zeitlich vor der monierten Buchung liegen muss.

Ausführlich im Blog: Missing Transactions systematisch schließen

Wie trage ich eine Transaktion überhaupt manuell ein?

Über Transaktionen → Neu. Entscheidend ist der richtige Typ, denn davon hängt die steuerliche Behandlung ab:

  • Einzahlung / Auszahlung – Transfer zwischen deinen eigenen Wallets. Die Kostenbasis wandert mit.
  • Trade – Kauf oder Tausch. Der Kaufpreis in Euro wird zur neuen Basis.
  • Staking / Belohnung – Basis ist der Tageskurs beim Zufluss.
  • Airdrop – Wert am Tag des Erhalts.
  • Ausgabe – du hast mit Krypto bezahlt.
Bleibt mein Kaufdatum erhalten, wenn ich Coins von einer Wallet auf eine andere schicke?

Ja. Ein Transfer zwischen deinen eigenen Wallets ist steuerlich kein Vorgang – das Anschaffungsdatum wandert mit, die Haltefrist läuft weiter. Wichtig ist nur, dass du ihn korrekt als Auszahlung auf der Quell-Wallet und Einzahlung auf der Ziel-Wallet erfasst, nicht als zwei einzelne Trades.

Steuerlich relevant sind bei Transfers allenfalls die Gas-Gebühren – und die auch nur, wenn die Coins noch innerhalb der Haltefrist bewegt werden.

Wie finde ich heraus, welcher Ticker für einen Coin der richtige ist?

Über Coin Trends in CoinTracking: oben ins Suchfeld den Coin-Namen eingeben. Dort ist der Großteil der bei CoinTracking gelisteten Coins zu finden.

Bei Namensdopplungen vergibt CoinTracking nummerierte Ticker – etwa SEI2, SOL2, VSN3 oder SAGA3. Wenn deine Börse per API den kurzen Ticker liefert, du aber den nummerierten brauchst, kannst du alle betroffenen Transaktionen über „gruppiert editieren" auf einmal umstellen. Fehlt ein Coin komplett, schick dem CoinTracking-Support den CoinGecko-Link – dann wird er ergänzt.

Wo sehe ich, ob ich insgesamt im Plus oder Minus bin?

Unter Gewinne & Verluste (cointracking.info/gains.php*). Ganz unten auf derselben Seite lassen sich außerdem die unrealisierten Gewinne und Verluste exportieren – praktisch, wenn du dir eine Bestandsübersicht mit ursprünglichen Anschaffungskosten bauen willst.

Kann ich mir den Coin-Bestand zu einem bestimmten Stichtag anzeigen lassen, z. B. zum 31.12.?

Ja, über Bilanz pro Börse und dort im Filter den Zeitraum setzen. Alternativ liefert Analyse → Tagesbilanz den Bestand zu einem gewählten Tag. Einen fortlaufenden Verlaufsgraphen pro Wallet gibt es nicht.

Ich habe den Überblick verloren – wo fange ich an?

In dieser Reihenfolge, das hat sich in der Praxis bewährt:

  1. Backup anlegen – immer, bevor du irgendetwas löschst oder umstellst.
  2. Bilanz pro Börse mit der Realität abgleichen: Stimmt der Bestand je Börse und Wallet?
  3. Transaktionsfluss-Report öffnen, nach einer Börse filtern, nach Datum sortieren und schauen, ab welcher Buchung die Bilanz ins Minus läuft.
  4. Fehlende Transaktionen abarbeiten, bis alles grün ist.
  5. Erst dann den Steuerreport erzeugen.

Wer Jahre nachzuarbeiten hat, sollte realistisch bleiben: In der Community berichten Leute regelmäßig von mehreren Wochen Arbeit.

Ausführlich im Blog: Missing Transactions systematisch schließen

So kann ich dir dabei helfen

Import: API, CSV & Blockchain

Wo die Daten reinkommen, entstehen die meisten Folgefehler. Diese Fragen tauchen dauernd auf.

API oder CSV – was ist besser?

Grundsätzlich API, weil sie sich automatisch aktualisiert. Aber: Eine API-Anbindung ist keine Garantie für einen lückenlosen Import. Auch bei großen Börsen fehlen immer wieder einzelne Transaktionen. Prüfe den Bestand nach jedem Import gegen die Börse.

Für On-Chain-Wallets (MetaMask, Ledger, Trezor, Safepal & Co.) nimmst du weder API noch CSV, sondern den Blockchain-Import über die Adresse.

Worauf du beim Aufsetzen achten solltest – Leserechte, Zeiträume, vergessene Börsen – steht ausführlich hier: CoinTracking richtig einrichten

Wie erkenne ich nachträglich, ob eine Transaktion per API oder per CSV importiert wurde?

In der Transaktionsansicht ganz nach unten scrollen und links „Tabelle Ansicht" auf „erweitert mit zusätzlichen Spalten" stellen. Dann erscheint die Spalte „importiert von": Ein Eintrag wie job_börsexyz steht für API, börsexyz allein für CSV.

In derselben Ansicht siehst du zwei Zeitstempel: links das Add Date (wann die Buchung angelegt wurde) und rechts das TX Date. Für das Matching zählt immer das TX Date.

Meine Binance-API zieht nichts mehr oder nur Ein- und Auszahlungen. Was tun?

Erster Schritt: Den API-Job bearbeiten und auf „Job und Tradepaare aktualisieren" klicken – das ist bei Binance regelmäßig nötig. Prüfe dabei, ob im Job wirklich alles ausgewählt ist.

Hilft das nicht: Job löschen, den Key auch bei Binance entfernen und beides neu anlegen. Und dann Geduld – ein vollständiger Binance-Import kann Stunden bis zwei Tage dauern. In der Zwischenzeit nichts anderes am Account machen.

Coinbase schickt mich beim API-Import im Kreis: „old API key format – please use Legacy v2 Import", über Legacy kommen dann 0 Transaktionen.

Der Weg, der funktioniert:

  1. In CoinTracking den Reiter „Automatisch verbinden" nutzen – nicht Legacy v2.
  2. Im Coinbase Developer Portal anmelden, unten auf Settings, Reiter „Secret API Keys", rechts „Create Secret API Key".
  3. Rechte auf Only Read setzen.
  4. Unter advanced settings als Algorithmus ECDSA wählen – nicht Ed25519. Nur dann bekommst du einen Key im Format organizations/… samt Secret.
  5. „Opt-Out IP allowlisting" aktivieren.
  6. Key-ID ins Feld „API Schlüssel", Secret ins Feld „API Geheimnis".
Bei OKX ist beim Erstellen des API-Keys „read-only" ausgegraut. Ist das ein Fehler?

Nein. Lesen ist bei OKX der Standard und deshalb nicht abwählbar – alle weiteren Rechte müsstest du separat bestätigen. Der Key funktioniert so. Dass CoinTracking nicht in der Drittanbieter-App-Liste steht, ist ebenfalls normal.

Meine BingX-CSV produziert hunderte Fehler. BingX sagt, die Datei sei korrekt.

Das ist der Dauerbrenner der Gruppe. Das Problem liegt selten am Importer, sondern an dem, was in den BingX-Exporten fehlt: SEPA-/Fiat-Einzahlungen und der erste Tausch EUR → USDT sind schlicht nicht drin. Damit reißt die Kette gleich am Anfang.

Was in der Praxis geholfen hat:

  • Die fehlenden Fiat-Einzahlungen und EUR→USDT-Trades manuell nachtragen – auf der Unterwallet „BingX Funding", nicht als „Swap", sondern als zwei Trades.
  • Anschließend die internen Transfers abbilden: Funding → Spot bzw. Funding → Futures.
  • Beim Import unbedingt die richtige Zeitzone wählen (siehe nächste Frage).
  • Notfalls beim BingX-Support die fehlenden Daten anfordern – mehrere Nutzer haben so eine vollständige Aufstellung bekommen.

Nutzer, die das durchgezogen haben, hatten danach keine Fehlermeldungen mehr.

Meine CSV ist in UTC+8, CoinTracking rechnet in UTC – die Zeiten passen nicht. Was stelle ich ein?

Im Importer stellst du die Zeitzone ein, in der die CSV vorliegt – nicht deine eigene. BingX exportiert grundsätzlich in UTC+8, also GMT+8 auswählen. Umrechnen musst du nichts.

Wurde bereits falsch importiert: betroffene Börse löschen und neu importieren. Alternativ lassen sich ganze Börsen über „gruppiert editieren" zeitlich verschieben.

Meine Börse wird gar nicht unterstützt. Wie bekomme ich die Daten rein?

Erst den dynamischen Importer probieren – der kommt mit vielen Formaten zurecht. Klappt das nicht, nimmst du die Excel-Importvorlage von CoinTracking und mappst die Spalten deiner Datei darauf.

Ein Trick aus der Gruppe, um das Zielformat sicher zu treffen: Trag eine Transaktion manuell in CoinTracking ein und exportiere sie. Dann siehst du exakt, welche Spalten in welcher Form erwartet werden. Für das Umschreiben größerer Dateien nutzen viele inzwischen ein KI-Tool – mit gemischtem Erfolg, aber es spart viel Handarbeit.

Wie binde ich MetaMask, Safepal oder eine andere Multi-Chain-Wallet an?

Über den Blockchain-Import, und zwar pro Chain ein eigener Job. Nutzt du MetaMask mit zwei Ethereum-Adressen sowie je einer Polygon- und BSC-Adresse, legst du vier Jobs an und vergibst sprechende Namen: „MM ETH 1", „MM ETH 2", „MM MATIC", „MM BSC". Bei Safepal analog „Safepal – ETH", „Safepal – BSC", „Safepal – BTC".

Bei Cardano importierst du am besten über die Stake-Adresse, weil sich daraus die weiteren Adressen ableiten.

Ich habe gelöschte Scam-Transaktionen entfernt – beim nächsten Sync sind sie wieder da.

Dann fehlt das Startdatum. Bearbeite den betreffenden Import-Job (API oder Blockchain) und trag bei „Startdatum (optional)" z. B. das heutige Datum ein. Danach zieht der Job nur noch Transaktionen ab diesem Zeitpunkt und überschreibt deine Handarbeit nicht mehr.

Besser noch: Die Token vorher über das Editieren der Einzahlung „Als Spam markieren" – dann werden sie bei künftigen Imports gar nicht mehr angefasst.

Wenn ich einen CSV-Export neu einspiele, habe ich dann alles doppelt?

Nein. Bereits importierte Trades werden als Dubletten erkannt und übersprungen. Das ist besonders praktisch, wenn du eigentlich nur Rewards nachziehen willst, die die API nicht liefert: Du kannst den kompletten Export hochladen, es landen nur die neuen Buchungen im Account.

Einen Datumsfilter vor dem Generieren des Exports gibt es bei den meisten Börsen nicht – filtern lässt sich nur nachträglich in der Datei selbst.

Es gibt jetzt „Konto verbinden" statt „Sync über API". Ist das besser?

Das Ergebnis ist im Wesentlichen gleich. „Konto verbinden" funktioniert wie ein normales Anmelden und ist für technisch weniger versierte Nutzer bequemer. Wenn deine API sauber läuft, gibt es keinen Grund, etwas umzustellen.

Der Import läuft, meldet Erfolg – aber es ist nichts angekommen. Oder plötzlich sind hunderte alte Transaktionen da.

Beides wird regelmäßig berichtet und ist meist eine vorübergehende Störung auf Seiten von CoinTracking oder der Börse. Vorgehen: einen Tag warten und erneut versuchen, in der Gruppe gegenprüfen, ob andere dasselbe sehen – und wenn es bleibt, ein Support-Ticket aufmachen.

Wichtig: Nach jedem automatischen Import selbst in die Transaktionsliste schauen, sortiert nach Importdatum, und kontrollieren, was tatsächlich neu reingekommen ist.

Fehler, Warnungen & Bilanz

Der Teil, der die meiste Zeit frisst: herausfinden, wo genau es klemmt.

Ich habe 80 Warnungen im Steuerreport und finde den Fehler nicht. Wie gehe ich systematisch vor?

Mit dem Transaktionsfluss-Report (Ledger-Liste, cointracking.info/double_entry_detailed.php*), das ist das schärfste Werkzeug für diese Frage:

  1. Im Filter nur die betroffene Börse oder Wallet aktivieren.
  2. Nach Datum sortieren.
  3. „Nur Warnungen anzeigen" einschalten.

Dann siehst du exakt, ab welcher Transaktion die Bilanz ins Minus läuft. Die häufigsten Ursachen: doppelte Transaktionen, ein fehlender interner Transfer oder eine nie erfasste Einzahlung.

CoinTracking sagt, ich hätte gekauft, ohne die nötigen USDT zu besitzen. Wie kann das sein?

Weil auf dieser Börse rechnerisch nie genug USDT lagen. Meist fehlt der Trade EUR → USDT oder der interne Transfer von einer anderen Unterwallet. Buch die fehlende Herkunft nach – und zwar da, wo die Coins tatsächlich hergekommen sind.

Es gibt einen schnellen Workaround: eine Sekunde vor der fehlerhaften Transaktion eine Einnahme über die passende Menge buchen. Damit verschwindet die Warnung – die Kostenbasis ist dann aber nur geschätzt. Sauber ist es nur, wenn die Gesamtmenge über alle Wallets stimmt, sonst verschiebst du das Problem nur.

Der Bilanzencheck wird bei mir nicht grün. Wie schlimm ist das?

Der allgemeine Bilanzencheck hat in der Gruppe keinen guten Ruf: Er vergleicht die von der Börse gemeldete Bilanz mit deinem CoinTracking-Bestand und schlägt schon dann Alarm, wenn du einen Ticker manuell angepasst hast (SAGA statt SAGA3 zum Beispiel).

Aussagekräftiger ist Bilanz pro Börse: Stimmt der Bestand dort mit dem überein, was tatsächlich auf der Börse liegt, bist du auf der richtigen Seite.

Mein Portfolio-Wert in Euro ist völlig falsch, obwohl der Krypto-Wert stimmt.

Zwei typische Ursachen:

  • Negative EUR-Bestände auf einzelnen Depots werden gegengerechnet. Prüfen über Bilanz pro Börse und dort nach EUR filtern.
  • Scam-Token mit fantasievollem Kurs, die über einen Blockchain-Import reingekommen sind.

Beheben lässt sich der erste Fall, indem du den EUR-Saldo über eine Ein- bzw. Auszahlung auf 0 stellst.

Warum steht bei mir ein negativer Euro-Betrag – ich habe doch nie Euro verliehen?

Das ist kein Fehler, sondern gewollt. In jedem Import-Job gibt es den Schalter „Ein- und Auszahlungen in EUR nicht importieren", und CoinTracking empfiehlt, ihn aktiviert zu lassen. Dadurch erscheint die Summe aller je getätigten EUR-Käufe als negativer Saldo.

Beispiel: BTC für 500 € gekauft → Saldo −500 €. Später für 1.300 € verkauft → Saldo +800 €. Wen es optisch stört, bucht eine passende Ein- oder Auszahlung und stellt den Saldo damit auf 0.

Was mache ich mit Mikro-Differenzen und Staubbeträgen?

Auf 0 buchen, damit der Transaktionsfluss-Report Ruhe gibt. Nutze dafür den Typ „Ausgabe" mit einem Kommentar wie „Bilanzkorrektur". Nicht den Typ „Verlust" verwenden – der ist für echte Verluste gedacht, etwa eine verlorene Wallet oder ein verschollener Seed.

Das Ausrufezeichen „Neuberechnung nötig" pulsiert dauernd, egal wie oft ich klicke.

Meist ein Anzeigeproblem: Wenn du eine Transaktion über den Link aus dem „Fehlende Transaktionen"-Report in einem neuen Tab bearbeitest, wird die Neuberechnung dort nicht sauber angestoßen. Schließ den Bearbeitungs-Tab und aktualisiere stattdessen den Report-Tab. Alternativ triggerst du die Berechnung, indem du auf Dashboard oder Steuerbericht wechselst.

Praxistipp: Die Neuberechnung ist ressourcenhungrig. Arbeite gleichartige Korrekturen deshalb gebündelt ab – erst einen Fall komplett durchspielen und prüfen, dann alle gleichgelagerten Fälle korrigieren und einmal neu rechnen lassen.

Ich sehe hunderte Coins in meinem Account, die ich nie gekauft habe.

Unbekannte Token, zu denen es nur Einzahlungen gibt, sind zu 99 % Scam. Prüfen kannst du das, indem du deine öffentliche Adresse bei debank.com in die Suche eingibst (nichts verbinden!) und dir die History chainübergreifend ansiehst. Bei einem konkreten Token hilft ein Blick auf tokensniffer.com – dort den Contract eingeben, nicht die Adresse.

Entfernen: Einzahlung editieren, „Als Spam markieren", dann löschen. Wo das Blacklisten für die jeweilige Chain nicht angeboten wird: löschen und anschließend das Startdatum des Import-Jobs nachziehen.

Und der wichtigste Rat aus der Gruppe: Mit unbekannten Token niemals interagieren.

Wo die Grenze zwischen echtem Airdrop und Spam-Token verläuft – und was davon überhaupt ins Reporting gehört: Staking, Airdrops & DeFi

Ein Scammer hat mir 0,0014 LINK geschickt – ein echter Coin. Das taucht jetzt als fehlende Transaktion auf.

Bei so kleinen Beträgen ist es fast egal: Entweder löschen oder den Typ auf Einnahme (nicht steuerfrei) ändern, dann ist die Meldung weg. Ab relevanten Größenordnungen solltest du genauer hinschauen und die Herkunft dokumentieren.

Ich habe über 250 Meldungen. Kann ich die irgendwie in Gruppen abarbeiten?

Eine echte Massen-Löschfunktion gibt es nicht. Was hilft:

  • In der Transaktionssuche mit Regex arbeiten, z. B. Ein|Aus, um Ein- und Auszahlungen zusammen zu listen und zu sehen, wo eine Gegenbuchung fehlt.
  • Alles als Excel exportieren, dort sortieren und analysieren – und dann gezielt in CoinTracking korrigieren.
  • Coins, die im Spamcenter liegen, werden vom Blockchain-Import nicht mehr angefasst und können einfach stehen bleiben.
Muss ich vor größeren Änderungen wirklich jedes Mal ein Backup machen?

Ja. Das ist der Rat, der in der Gruppe am häufigsten und einhelligsten gegeben wird. Beim Wiederherstellen fragt CoinTracking, ob bestehende Transaktionen behalten oder gelöscht werden sollen. Willst du exakt den Stand vom Backup-Zeitpunkt, wählst du „nicht behalten" – sonst hast du Dubletten.

Sicherheitshalber vor dem Zurückspielen noch ein Backup des aktuellen Stands anlegen. Dann kannst du beide Varianten ausprobieren, ohne etwas zu verlieren.

Fehlende Transaktionen & Transfers

Der Report, an dem die meisten Stunden hängenbleiben – und die Kniffe, die ihn grün machen.

Auszahlung und Einzahlung gehören eindeutig zusammen, trotzdem meldet CoinTracking eine fehlende Transaktion.

Die Einstellungen im Report machen den Unterschied. Bewährt hat sich:

  • Zeitgenauigkeit auf „Streng" stellen.
  • Genauigkeit des Betrages auf dem Standard von 95 % lassen.
  • Rechts auf „Alle anzeigen" wechseln und die Liste nach Datum sortieren.
  • Die Anzeige auf 10 oder 20 Einträge pro Seite reduzieren – nur dann funktionieren die Sprunglinks zu den Transaktionen zuverlässig.

Grün heißt gematcht. Bleibt eine Auszahlung weiß, siehst du an der grün oder gelb markierten Gegenbuchung samt Prozentzahl, mit welcher anderen Transaktion sie fälschlich zusammengebracht wurde.

Was sind die typischen Gründe, warum ein Transfer nicht gematcht wird?
  • Die Auszahlung liegt zeitlich nach der Einzahlung – meist ein Zeitzonen-Effekt beim Import.
  • Die Beträge passen nicht: Auszahlung minus Gebühr muss der Einzahlung entsprechen.
  • Es gibt eine doppelte Transaktion, die stattdessen gematcht wird.
  • Beide Buchungen haben eine Transaktions-ID, die sich unterscheidet. Fehlt sie auf einer Seite, ist das unkritisch.
  • Eine der Buchungen steckt in einer Gruppe, die das Matching stört.

Manuell zusammenführen lässt sich ein Paar in CoinTracking nicht – du kannst nur die Daten so korrigieren, dass die Automatik greift.

Ausführlich im Blog: Missing Transactions – Ursachen und Vorgehen

Ich kann die Transaktions-ID nicht bearbeiten. Geht das überhaupt?

In der Oberfläche nicht, auch nicht als Power User. Änderbar ist sie nur über einen Excel-Import. In den meisten Fällen ist das aber gar nicht nötig, weil eine fehlende ID auf einer Seite das Matching nicht stört.

Bei der Einzahlung steht eine Gebühr, bei der Auszahlung nicht. Was ist richtig?

Die Regel lautet: Bruttobetrag minus Gebühr bei der auszahlenden Börse = Nettobetrag bei der einzahlenden Börse. CoinTracking kennt im Normalfall keine Einzahlungsgebühren.

Praktisch heißt das: Nimm die Gebühr aus der Einzahlung heraus und rechne sie der Auszahlungsgebühr hinzu. Alternativ buchst du sie zeitgleich separat als „sonstige Gebühr". Bei Blockchain-Importen dürfen an Einzahlungen definitiv keine Gebühren hängen – genau daher kommen viele Warnungen im Transaktionsfluss-Report.

Ausnahmen gibt es: Bitpanda erhebt bei manchen Coins tatsächlich Einzahlungsgebühren. Auch dort löst du es über die Addition zur Auszahlungsgebühr.

Zieht das Fee-Feld die Gebühr noch einmal zusätzlich vom Bestand ab?

Kurz: nein. Der Withdrawal- bzw. Sell-Betrag ist immer der Bruttobetrag – die Gebühr steckt da schon drin. Solange die Gebühr in derselben Währung anfällt wie die Transaktion, ist das Fee-Feld ein reines Informationsfeld und mindert den Bestand kein zweites Mal.

Das Beispiel aus der CoinTracking-Doku: Withdrawal von 1,001 BTC aus Wallet A, Fee 0,001 BTC – daraus wird ein Deposit von 1 BTC in Wallet B. Der Abgang ist brutto, drüben kommt netto an.

Der häufigste Fehler: die Gebühr vorher vom Betrag abziehen und sie zusätzlich ins Fee-Feld schreiben. Dann fehlt sie am Ende im Bestand. Bei Börsen wie MEXC, die den Bruttoabgang und die Gebühr getrennt ausweisen, übernimmst du beide Werte einfach eins zu eins.

Eine echte Ausnahme gibt es: Wird die Gebühr in einer dritten Währung bezahlt, die nicht Teil des Vorgangs ist (bei MEXC zum Beispiel in MX), greift die Automatik nicht. CoinTracking reduziert diesen Bestand nicht von selbst – dafür brauchst du einen eigenen Eintrag vom Typ Other Fee.

Kontrolle: Vergleich nach dem Import den Bestand der betroffenen Coin mit dem echten Börsensaldo. Stimmt er, ist nichts doppelt abgezogen.

Ausführlich im Blog: Gebühren in CoinTracking richtig erfassen

Ein DEX-Swap wurde als Auszahlung plus Einzahlung eingelesen. Wie bilde ich das sauber ab?

Über eine fiktive Zwischen-Wallet, damit die Blockchain-Daten konsistent bleiben:

  1. Aus der Auszahlung einen Transfer in ein neu benanntes Depot machen, z. B. „Multichain-Swap".
  2. Dort den Trade vollziehen.
  3. Einen Transfer zurück anlegen, der zur bestehenden Einzahlung passt.

Das Muster funktioniert genauso, wenn du eine Transaktion gesplittet hast – etwa aus 0,03 BTC dreimal 0,01 BTC. Du wandelst einfach jede vorhandene Ein- und Auszahlung in einen Transfer um.

Reicht bei einem Swap auf Uniswap ein einzelner Trade oder brauche ich zusätzlich Ein- und Auszahlung?

Der Trade allein reicht – vorausgesetzt, die Coins lagen vorher in der Wallet und bleiben danach dort liegen. Wurde derselbe Vorgang dreifach importiert, kannst du Ein- und Auszahlung in CoinTracking zu einem Trade verbinden; die Funktion sitzt bei den Transaktionen zwischen „Duplizieren" und „Löschen".

Wie finde ich eine Transaktion samt Kontext, wenn ich nur den TX-Hash habe?

Die Suche liefert dir nur die Trefferzeile. Ein Trick aus der Gruppe: Transaktion editieren, im Feld „Gruppe" einen Marker wie 00edit eintragen und anschließend in der Liste per Strg+F danach suchen – dann hast du sie im Umfeld ihrer Nachbarbuchungen.

Vorbeugend hilft es enorm, bei Transfers die TX-ID gleich als Link in den Kommentar zu schreiben.

Ich habe uralte Ein- und Auszahlungen, die ich beim besten Willen nicht mehr zuordnen kann.

Gängige Praxis in der Gruppe: Deposits als Einnahme und Withdrawals als Ausgabe definieren. Wo es plausibel ist, kann man auch Paare bilden und die Zeiten leicht angleichen.

Vorher lohnt aber die Recherche: alte Börsen-Mails zu ausgeführten Orders, Chat-Verläufe, Screenshots und Chain-Explorer. Da finden sich oft noch Informationen, die sonst nirgends mehr existieren. Realistisch bleiben: Wer seit 2017 dabei ist und mehrere geschlossene Börsen hatte, steckt hier Wochen rein.

Steuerreport für Deutschland

Einstellungen, Download, Abgabe – hier ist die Community am eindeutigsten.

Welche Einstellungen brauche ich für einen korrekten Steuerreport in Deutschland?

Das ist die meistgestellte Frage der Gruppe. Die dort etablierte Empfehlung:

Account-Einstellungen: Währung Euro.

Report-Einstellungen: Land Deutschland · Währung Euro · FIFO · Depottrennung aktivieren.

Zusätzliche Optionen:

  • Gruppierungen ausschalten
  • Umrechnung: „Bester Preis"
  • „Coins aus Einnahmen": alles aktivieren
  • „Gebühren in einer Drittwährung": aktivieren
  • Zins- und/oder Dividendenrewards den Kapitalerträgen zuordnen, falls vorhanden
  • Freibeträge berücksichtigen
  • Steuereinstellung im Report anzeigen

Prüf die Einstellungen vor jedem Report noch einmal über den Einstellungen-Button – sie setzen sich gelegentlich auf Standard zurück.

„Bester Preis" oder „exakter Preis" – was ist richtig?

Bester Preis. Die Bezeichnung ist unglücklich gewählt: Gemeint ist nicht der niedrigste Preis und auch keine Bewertung zum Jahresende. CoinTracking entscheidet anhand einer Rangliste, welche der beiden Seiten eines Trades den belastbareren Kurs liefert – bei „Shitcoin gegen USDT" also der USDT-Preis.

Es ist die Einstellung, die in der Praxis problemlos durchläuft und regelmäßig akzeptiert wird.

Depottrennung an oder aus?

An. Das BMF-Schreiben sieht für Deutschland die walletbezogene Betrachtung als Standard vor, und die Finanzämter achten nach Erfahrung der Gruppe zunehmend auf die Einstellungen in den Tracking-Tools.

Dass mit aktivierter Depottrennung plötzlich hunderte Warnungen auftauchen, ist ein Symptom, kein Argument dagegen: Es fehlen dann interne Transfers – zwischen Börsen, zwischen Wallets und auch innerhalb einer Börse zwischen Spot, Futures und Funding. Sind die vollständig erfasst, stimmen auch die Haltefristen wieder.

Wo genau finde ich den Download für den vollständigen Steuerreport?

Report erzeugen, dann mit „Load Report" öffnen und ganz oben in der Übersicht auf „Steuerbericht herunterladen" klicken. Wer weiter unten klickt, landet stattdessen im Gewinn- und Verlustbericht oder im Kapitalertragsbericht.

Erscheint der Button nicht: Du bist wahrscheinlich in der Legacy-Ansicht – schalte auf Compact View um.

Welche Dateien reiche ich beim Finanzamt ein? Es gibt ja sieben Downloads.

Nur den kompletten Steuerreport als PDF. Die Einzelberichte – Kapitalertrags-, Einkommens-, Spenden-, Gebühren-, Verlust- und Abschlussbericht – musst du nicht zusätzlich mitschicken; die Inhalte stecken bereits im Gesamtreport.

Beim Download: „Transaktionen nicht gruppieren", unter „Persönliche Daten bearbeiten" deine Angaben ergänzen, als PDF speichern. Die Übermittlung läuft dann über die Belegnachreichung in Elster.

Muss ich meine Steuernummer wirklich in den Report eintragen?

Nein, das ist optional. Wer es aus Datenschutzgründen nicht möchte, lässt die Felder leer – oder trägt sie für den Export ein und löscht sie danach wieder.

Mein Finanzamt akzeptiert den Import in der Steuersoftware nicht und will Einzelnachweise.

Das passiert typischerweise, wenn nur die Trades in die Steuersoftware importiert wurden, der eigentliche Report aber nie mitgeschickt wurde. Häng den kompletten Steuerreport als PDF an – damit sind Art der Kryptowährungen, Anschaffungszeitpunkte und Kosten dokumentiert.

Wie bekomme ich die Zahlen in WISO Steuer?

Der pragmatische Weg aus der Gruppe: keinen CSV-Import versuchen, sondern die drei bis vier relevanten Gesamtzahlen aus dem CoinTracking-Report von Hand eintragen (Zeitraum 01.01.–31.12., als Zusatzinfo „Details bitte Steuerreport entnehmen") und den kompletten Report als PDF anhängen. Die Anhang-Funktion erscheint im letzten Fenster vor dem Absenden.

Die Anlage SO findest du unter „Andere Einnahmen → Private Veräußerungen". Alternativ oben auf das Steuerjahr klicken und in der Voransicht auf „Formulare" gehen – dort lässt sich die Anlage SO direkt überschreiben.

In welche Zeile der Anlage SO gehören sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3?

Für 2025 in Elster unter Anlage SO → 8 – Leistungen → Angaben zu weiteren Leistungen, Zeile 15 oder 16. Für 2024 lag derselbe Punkt unter 6 – Leistungen, Zeile 11 oder 12.

Angaben ohne Gewähr – im Zweifel den Steuerberater fragen.

Wie trage ich Verluste aus Termingeschäften in der Anlage KAP ein?

In der Gruppe wird berichtet, dass CoinTracking Verluste teils in die Zeile für Aktienveräußerungen setzt, was für Termingeschäfte nicht passt. Die dort empfohlene Praxis: das Saldo aus Gewinn und Verlust in Zeile 19 eintragen und Zeile 22 leer lassen. Die frühere Zeile 24 wurde abgeschafft.

Auch hier gilt: ohne Gewähr, und im Zweifel gehört das auf den Tisch eines Steuerberaters.

Macht es einen Unterschied, ob ich UTC oder CET übermittle?

Grundsätzlich nein – solange du im Zweifel die Rohdaten im selben Format liefern und erklären kannst, warum es so ist. Relevant wird es nur, wenn sich dadurch Gewinne oder Verluste über den Jahreswechsel verschieben.

Ich habe nur gekauft und länger als ein Jahr gehalten. Muss ich überhaupt etwas angeben?

Ohne Verkauf, Tausch oder sonstige Veräußerung gibt es kein steuerbares Ereignis. Was aber trotzdem sinnvoll ist: die Historie sauber in CoinTracking führen. Spätestens beim ersten Verkauf brauchst du sie – und dann rückwirkend zu rekonstruieren ist deutlich teurer als sie laufend zu pflegen.

Es sind nur noch fünf Warnungen übrig, zusammen fünf Euro. Kann ich die ignorieren?

Die Empfehlung der Gruppe ist eindeutig: Im geladenen Report sollten keine Warnungen mehr stehen. Erfahrungsgemäß entpuppen sich genau diese Cent-Beträge als nicht erfasste Auszahlungsgebühren – und die sind in wenigen Minuten nachgetragen.

Futures, Staking, DeFi & Spezialfälle

Alles, was über einfaches Kaufen und Verkaufen hinausgeht.

Meine Futures-Trades landen beim privaten Veräußerungsgeschäft statt bei den Kapitalerträgen.

Dann stimmt der Transaktionstyp nicht. Für Derivate braucht es „Derivate Gewinn" bzw. „Derivate Verlust". Setzt der Importer das nicht korrekt, musst du den Typ ändern.

Grundsätzlich gilt: Gewinn oder Verlust wird erst beim Close realisiert. Alles, was dazwischen anfällt – vor allem Funding – kommt in CoinTracking als Gebühr oder Einnahme an.

Wie ordne ich Funding Fees ein?

Da gehen die Meinungen auseinander, und eine belastbare Antwort kann hier niemand geben. In der Gruppe finden sich zwei Linien: die Zuordnung als sonstige Einnahmen/Ausgaben und die Einordnung als Teil des Derivategeschäfts – letzteres mit dem Hinweis, es sei bisher problemlos durchgegangen.

Der Hintergrund des Streits: Bei Kapitalerträgen gibt es keine Werbungskosten; Kosten müssen unmittelbar mit Anschaffung oder Veräußerung zusammenhängen. Ob Funding Fees laufende Kosten oder Veräußerungskosten sind, ist strittig. Das ist eine Frage für deinen Steuerberater, nicht für ein Forum.

Meine Staking-Rewards tauchen nirgends auf, obwohl die Wallet „Staking" heißt.

CoinTracking berechnet Rewards nicht selbst und leitet sie auch nicht aus dem Namen der Börse ab. Es muss eine eigene Transaktion vom Typ „Belohnung" geben – sonst entsteht sie nicht.

Bei Bitpanda etwa werden Rewards nicht über die API übertragen, sondern nur über den manuellen Transaktionsdownload. Zieh dir dort die klassische Transaktionsübersicht, such die Rewards heraus und trag sie nach.

Ausführlich im Blog: Staking, Airdrops & DeFi sauber erfassen

Wie fasse ich hunderte Staking-Rewards zusammen, ohne die Haltefristen zu zerschießen?

Der in der Gruppe geteilte Ablauf:

  1. Backup anlegen.
  2. Im Einkommensbericht des Steuerreports je Coin die Jahressumme notieren – Anzahl und Wert.
  3. Notieren, wann der erste und der letzte Reward des Jahres eingegangen ist.
  4. Alle Reward-Transaktionen löschen.
  5. Eine einzige Buchung anlegen, datiert auf den ersten Reward, mit den Summen aus Schritt 2 und einem Kommentar wie „Locked Earning, zusammengefasst von … bis …".
  6. Steuerreport prüfen.

Der Haken: Die Haltefristen der einzelnen Rewards stimmen danach nicht mehr exakt. Die Buchung auf den ersten Reward passt, solange du innerhalb der echten Frist verkaufst.

Wie bilde ich einen ICO oder Presale mit Vesting ab?

Über eine eigene ICO-Wallet – das ist der Standardweg der Gruppe:

  1. Die Auszahlung des Kaufpreises editieren und in einen Transfer umwandeln; im Transfer-Dialog bei „Börse (Eingang)" einen neuen Namen vergeben, z. B. „ICO XY".
  2. In dieser Wallet einen Trade über die komplette Coin-Summe anlegen – Kaufdatum ist der Tag der Bezahlung. Den Coin-Namen kannst du frei vergeben und später ändern, sobald es einen echten Ticker gibt.
  3. Jede eintreffende Vesting-Tranche ebenfalls in einen Transfer von der ICO-Wallet zur Ziel-Wallet umwandeln.

Am Ende ist die ICO-Wallet leer, und Haltefristen wie Kaufbasen stimmen. Und die Antwort auf die Frage dahinter: Die Haltefrist beginnt mit der Bezahlung, nicht mit jeder Freischaltung.

Mein Token wurde migriert oder umbenannt und CoinTracking meldet fehlende Kostenbasis.

Dafür gibt es inzwischen den Transaktionstyp „Swap (steuerfrei)". Leg zum Datum der Migration einen Swap vom alten auf den neuen Token an – der Umrechnungsfaktor wird berücksichtigt (etwa 100 alte zu 1 neuem Coin). Haltefrist und Originalkosten wandern damit auf den neuen Token.

Die ältere Methode funktioniert weiterhin: einen Trade alt gegen neu anlegen und in die Tradegruppe swap eintragen. Die vom Importer erzeugten Ein- und Auszahlungen des Vorgangs löschst du anschließend.

Wie erfasse ich Ausgaben mit einer Krypto-Kreditkarte?

Erfassen musst du sie, denn Basis der Berechnung ist der Euro-Gegenwert. Am einfachsten buchst du den Betrag, der aus der Wallet abgeht, direkt als „Ausgabe". CoinTracking zieht dann den Euro-Gegenwert zur Gewinnermittlung gegen deine Anschaffungskosten heran.

Ob dazwischen noch in Dollar getauscht wird, ist unerheblich. Auch bei Stablecoins solltest du sauber dokumentieren – USDC schwankt gegenüber dem Euro.

Wie gehe ich mit Lightning-Zahlungen um?

Zwei Varianten sind gebräuchlich: Entweder du buchst die Auszahlung auf die Lightning-Wallet direkt als Ausgabe und bist damit fertig – oder du legst einen Transfer zur Lightning-Wallet an und buchst die einzelnen Zahlungen dort als Ausgabe. Letzteres ist näher an der Realität.

Ein pragmatischer Tipp aus der Gruppe: für Lightning möglichst Coins verwenden, die länger als ein Jahr gehalten wurden – dann ist der Vorgang steuerlich unkritisch.

Ich mine Token, die auf keiner Börse gelistet sind. Wie erfasse ich die?

Manuell anlegen mit dem Typ Mining: Menge als Kauf, als Kaufwährung den eigenen Ticker eintragen (CoinTracking markiert ihn rot, weil er unbekannt ist – das ist in Ordnung), und die Börse nach dem Projekt benennen. Das Feld „Wert in Kontowährung" lässt du leer oder trägst 0 ein. Die Stückzahl stimmt dann, die Bewertung ist 0 €.

Gab es einen offiziellen Presale-Preis, kannst du diesen stattdessen manuell eintragen.

Wie buche ich Airdrops, Boni und Referral-Provisionen?
  • Airdrop – eigener Typ, Wert am Tag des Erhalts.
  • Referral- und Sign-up-Prämien – als „Belohnung/Bonus".
  • Copy-Trading-Provisionen – eher als „Einnahme", weil es sich um eine Provision und nicht um einen Bonus handelt.

Wichtig ist vor allem, dass du sie überhaupt erfasst – gelöschte Einnahmen reißen später Löcher in die Bilanz. Wie sie steuerlich einzuordnen sind, gehört auf den Tisch deines Steuerberaters.

Ausführlich im Blog: Staking, Airdrops & DeFi sauber erfassen

Ein DeFi-Vorgang lief technisch über einen Zwischentoken, den ich nie bewusst gehalten habe.

Beispiel Pancakeswap: Beim Tausch von BNB in einen Token läuft technisch ein Umweg über wBNB. Praktikabel ist, diesen Zwischenschritt als das zu behandeln, was er ist – ein technisches Detail der Börse – und schlicht einen Trade BNB → Zieltoken einzutragen, inklusive aller dabei angefallenen Gebühren.

Für gebridgte Assets, die nur Warnungen erzeugen, ist die pragmatische Linie: rauslassen und höchstens die angefallenen Gebühren erfassen.

Wie ich bei Swaps, Liquidity Pools und Gas-Gebühren vorgehe, steht hier: Staking, Airdrops & DeFi

Ich handele gewerblich. Kann ich Privatentnahmen in CoinTracking abbilden?

Nur bedingt – CoinTracking ist kein Buchhaltungsprogramm für Unternehmen. Ein gangbarer Weg ist eine „Ausgabe" auf der betrieblichen Seite und eine „Einnahme, steuerfrei" auf der privaten Wallet. Für die saubere Trennung von Betrieb und Privat legen viele einen zweiten CoinTracking-Account an.

Was ist mit UTXOs – muss ich die einzeln erfassen?

Nein. In Deutschland zählt, wie viele Coins wann gekauft und wann verkauft wurden – nach FIFO. UTXOs liegen technisch eine Ebene darunter; sie in CoinTracking abzubilden bringt keinen Mehrwert.

Gibt es in CoinTracking einen Mittelherkunftsnachweis?

Ja, unter cointracking.info/sourceoffunds* gibt es inzwischen ein entsprechendes Feature. Ob Banken den Nachweis in dieser Form akzeptieren, ist offen – dazu gab es bislang keine Erfahrungsberichte in der Gruppe. Als Alternative lässt sich die Tradeliste in der Vollansicht filtern und exportieren.

Wer danach fragt, wie der Bericht entsteht und warum er nur so gut ist wie deine Historie: Krypto-Herkunftsnachweis für Bank, Notar und Finanzamt

Account, Abo & Transaktionslimits

Preise, Grenzen und was passiert, wenn das Abo ausläuft.

Was passiert mit meinen Daten, wenn ich das Abo nicht verlängere?

Nichts wird gelöscht. Der Account fällt auf das Free-Level zurück. Ab mehr als 200 Transaktionen sind dann keine neuen Importe und keine neuen Steuerberichte mehr möglich – die Historie bleibt aber vollständig erhalten. Schließt du später wieder ein Abo ab, ist alles wie vorher.

Trotzdem: Exportiere deine Transaktionen sicherheitshalber vorher einmal komplett.

Verlängert sich das Abo automatisch?

Ja, die automatische Verlängerung lässt sich aber in den Einstellungen abschalten. Die Kündigungsfrist beträgt zwei Wochen. Was aktuell gebucht ist, siehst du unter Profil → Abrechnungen.

Verbrauchen automatisch getrackte Rewards mein Transaktionskontingent?

Ja. Jede Aktion zählt – auch automatisch importierte Staking- oder Earn-Buchungen. Genau deshalb sprengen Nutzer mit vielen kleinen Rewards oder Funding-Zeilen ihr Limit regelmäßig.

Wie reduziere ich die Zahl meiner Transaktionen, ohne mir die Daten kaputt zu machen?

Zusammenfassen ist da vertretbar, wo es keine Haltefristen verfälscht: Funding Fees, Gebührenzeilen und Staking-Rewards lassen sich monatlich oder jährlich bündeln. Bei regulären Käufen und Verkäufen solltest du das lassen – dort hängen FIFO-Reihenfolge, Zeitstempel und Anschaffungskosten dran.

Der Ablauf, der in der Gruppe geteilt wird: gefiltert exportieren, außerhalb von CoinTracking je Monat summieren, Backup anlegen, die Einzelbuchungen löschen und den Sammelwert eintragen. Die Rohdaten hebst du als kompletten Excel-Export auf.

Kann ich alte Jahre löschen, um Transaktionen zu sparen?

Besser nicht. CoinTracking braucht die alten Buchungen für Haltefristen und Kostenbasen – löschst du sie, zerschießt du dir die Berechnung der Folgejahre. Wenn es sich gar nicht vermeiden lässt, musst du die Startbestände des ersten verbleibenden Jahres sauber dokumentieren.

Coins, die verkauft und bereits versteuert wurden, kannst du nur dann entfernen, wenn der Erlös tatsächlich in Fiat getauscht wurde. Wurde damit weitergekauft, hängt die Kostenbasis daran.

Gibt es einen Rabatt auf die CoinTracking-Accountpreise?

Ja – der Rabatt ist kein Code, sondern ein Link. Wenn du über einen Referral-Link auf die Seite gehst und dort bestellst, bekommst du 10 % auf die Accountpreise. Was tatsächlich abgezogen wird, siehst du kurz vor dem Bezahlen. Ein bestehender Free-Account ist kein Hindernis – du brauchst dafür keinen neuen Account anzulegen.

Dazu kommen noch einmal 5 %, wenn du deinen Account als Einmalzahlung in Bitcoin oder Bitcoin-Lightning bezahlst. Beides zusammen ergibt bis zu 15 % Rabatt.

CoinTracking mit bis zu 15 % Rabatt*

Wie erreiche ich den CoinTracking-Support?

Über cointracking.freshdesk.com ein Ticket erstellen. Die Antwortzeit liegt erfahrungsgemäß bei ein bis zwei Tagen. Wer schon einmal eine Support-Mail erhalten hat, kann für die nächste Anfrage einfach darauf antworten.

Schick immer Screenshot, Beschreibung und Account-Namen mit – das spart eine komplette Rückfragerunde.

Wie übergebe ich meine Daten an einen Steuerberater?

Über die Verknüpfung mehrerer Accounts: Du erzeugst in deinen Einstellungen einen Verknüpfungscode und gibst ihn weiter – Lesezugriff, jederzeit widerrufbar. Umgekehrt gilt: Wenn dein Berater deine Historie in seinem Account führt, lass sie dir herausgeben, damit du sie selbst weiterführen kannst.

Wie das Schritt für Schritt geht, steht hier: CoinTracking-Zugriff einrichten

Ich brauche Hilfe beim Aufräumen. Worauf sollte ich achten?

Vorsicht bei unaufgeforderten Hilfsangeboten in Chat-Gruppen – dort tauchen regelmäßig Accounts ohne jede Historie auf. Prüf, ob jemand nachweislich schon anderen geholfen hat, ob es eine echte Firmenidentität mit Impressum gibt, und gib niemals Zugangsdaten heraus. Für Lesezugriff auf CoinTracking reicht der Verknüpfungscode.

Ich selbst bin seit Jahren in dem Bereich unterwegs und schaue mir deinen Account gerne unverbindlich an: Leistungen & Preise

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